Grundbegriffe im frühem DaF-Unterricht

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Kurz: KNJ/NJDI1 Německý jazyk s didaktikou 1
Kniha: Grundbegriffe im frühem DaF-Unterricht
Vytiskl(a): Guest user
Datum: čtvrtek, 22. října 2026, 07.55

1. Methodik und Didaktik

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts entfaltete sich für eine Wissenschaft vom Lehren und Lernen fremder Sprachen der Begriff Didaktik und Methodik des Fremdsprachenunterrichts, indem sich- vereinfacht gesagt- die Didaktik eher mit den Lerninhalten (WAS gelernt wird) beschäftigt und die Methodik mit den Lehrverfahren/Wegen (WIE gelernt wird).

Fremdsprachendidaktik und Fremdsprachenmethodik stellen in der Praxis eine untrennbare Einheit dar und die Übergänge sind fließend.

FSD (Fremdsprachendidaktik): Bezugsdisziplinen

Die Fremdsprachendidaktik versteht sich zwar als eigenständige Disziplin, andererseits ist sie auf zahlreiche Bezugsdisziplinen angewiesen. Dazu gehören: Linguistik (allgemeine, angewandte Linguistik, Pragma-, Psycho-, Neuro-, Soziolinguistik), Literaturwissenschaft, Kultur- und Landeswissenschaften, Pädagogik, Allgemeine Didaktik, Psychologie, Soziologie


Tendenzen in der heutigen Deutschdidaktik:

Das Ziel ist es, angehende Lehrende mit mehreren Vermittlungsansätzen vertraut zu machen. In der Unterrichtspraxis besteht dann die Möglichkeit, diese im Hinblick auf eine effektive Sprachvermittlung auszuprobieren.

 

Schlagwörter der heutigen Fremdsprachendidaktik:

  • Methodenpluralität und gleiche Gewichtung der Fertigkeiten
  • Gleichstellung inhalts- und formorientierter Aktivitäten
  • Aufgaben- und Handlungsorientierung
  •  Prozessorientiertheit (Phasenmodelle)
  • Visualisierung und Einsatz moderner Medien
  • Chunk-Ansatz
  • interkultureller Ansatz
  • Mehrsprachigkeitsansatz (DaFnE, DaT)
  • offene Unterrichtsformen (Projektarbeit, projektorientierte Aktivitäten im Unterricht, Stationenlernen)

Veränderte Anforderungen an die Schulabgänger verlangen veränderte Anforderungen an die Lehrer und deren Ausbildung. (allgemein)

Quelle: Mattes, W.: Methoden für den Unterricht. 75 kompakte Übersichten für Lehrende und Lernende. Paderborn, 2002


2. Stoff_Ziele_Inhalte des Fremdsprachenunterrichts

FSU: Zielsprachliche Kompetenzen

Fremdsprachenunterricht

Lunndquist-Mog, A., Widlok, B.: DaF für Kinder. Klett- Langenscheidt, München 2015.


Tento obsah platí pro jakoukoliv cizojazyčnou výuku, tedy i pro rané vyučování německého jazyka. Samozřejmě musí učitel přizpůsobit obsah a metody cílům výuky tak, aby byla zajištěno integrita výuky a výuka byla efektivní.

Učivo, které je základem rané výuky cizího jazyka, by se mělo týkat obecných témat běžného dne a mělo by žáka vědomě uvádět do slovní zásoby hodící se k těmto tématům. Obsah by měl být zasazen do komunikačního kontextu.

Raný začátek osvojování jazyka by se měl na jedné straně soustředit na rozvoj jazykových kompetencí, ale na druhé straně by měl být motivační a podporovat všeobecné, mezikulturní a učebně strategické schopnosti dětí.

více: Norimberská doporučení k ranému osvojování cizího jazyka

 



3. Akteure des DaF-Unterrichts

Hlavními aktéry vyučování jsou vždy učitel a žák, jen se může měnit jejich role. Např. v rámci tradičního modelu, nebo "nové" kultury vyučování, v závislosti na cílech výuky, nebo na zvolených metodách, atd.

a)tradiční model vyučování: Herbartův didaktický trojúhelník (Didaktisches Dreieck)

                                         Schüler

               Lehrer        _____________      Stoff

 

- „tradiční“ kultura vyučování a učení: transmisivní přístup

-  učení zaměřené na osvojení, na znalosti

-  nebezpečí a slabé místo: odcizení poznatků – „biflování“ místo učení k porozumění

 

 b) „nová“ kultura vyučování a učení: Sokratovský čtyřúhelník (Viereck)




•        „nová“ kultura vyučování a učení: konstruktivismus, dialogické vyučování, produktivní kultura vyučování a učení

•        učení zaměřené na porozumění, kognitivní aktivizace žáků

•        nebezpečí a slabé místo: utajení poznatků – hra místo učení k porozumění

•        problém aktivizující učební úlohy


3.1. Der Schüler/die Schülerin

Die Schüler sind in diesem Alter (Primarschule) noch Kinder.

Kinder wollen spielerisch lernen, begeistern sich leicht für Lerninhalte, mit denen sie sich leicht identifizieren können, wollen beim Lernen etwas tun, sie lernen handlungsorientiert, sind neugierig, wollen entdecken, alle Sinne einsetzen, imitieren, in einer angstfreien, entspannten Atmosphäre lernen.


Děti mají nejen specifické schopnosti, ale také zcela kontrétní potřeby, které by se do rané výuky cizího jazyka měly začlenit, aby se dětský žák cítil dobře a aby proces učení mohl být adekvátně úspěšný.

 

3.2. Die Lehrkraft

Každý z nás by si měl položit dvě základní otázky:

Welche Eigenschaften sollte ein engagierter Lehrer aufweisen?

Welche Kompetenzen sollte der Fremdsprachenlehrer für Deutsch als Fremdsprache besitzen?

Jeder von uns ist ein Individuum und auch unsere Charaktereigenschaften und Weltansichten können darüber entscheiden, welche Kompetenzen eines guten Lehrers stehen bei uns ganz oben.

Wie wichtig finden Sie die folgenden Kompetenzen von Lehrenden?

 Die Lehrerin/ der Lehrer         

1. kann Kinder und sich selbst für den DaF-Unterricht motivieren.    

 *umí motivovat sebe i děti

2. kann eine persönliche Beziehung zu den Kindern aufbauen.              

    *umí si vybudovat osobní vztah ke dětem                                                            

3. legt Regeln und Rituale für den Unterricht fest.                                 

    *stanovuje pravidla, zavádí rituály                                                                    

4. kann eine lernförderliche Atmosphäre schaffen.                                 

*umí utvořit ve třídě atmosféru podporující proces učení

5. kann die Interaktion und die Kommunikation der Kinder

    untereinander durch geeignete Sozialformen steuern.                           

    *umí řídit vzájemnou interakci a komunikaci mezi žáky

6. ist ein Sprachvorbild und beherrscht die deutsche Sprache und

    Besonders die Aussprache.                                                                        

    *je pro děti jazykovým vzorem, ovládá jazyk a zejména výslovnost

7. kann kindergerechten Unterricht planen, vorbereiten, durchführen

    und auch reflektieren.                                                                                 

    *umí naplánovat, realizovat a reflektovat vyučování

8. wählt Themen, die die Kinder interessieren und motivieren.                 

   *volí témata, která děti zajímají a motivují

9. kennt geeignete Übungsformen für die Festigung und die Anwendung 

    von sprachlichen Mitteln.                                                                        

    *zná vhodná typy cvičení k upevnění jednotlivých jazykových prostředků

10. gibt den Kindern Feedback (z.B. über Lob)                                         

     *poskytuje dětem zpětnou reakci (např.chválí)

11. kann das Unterrichtsgeschehen effizient organisieren.                       

     *umí efektivně zorganizovat dění ve výuce

12. kann den Entwicklungsstand, den Sprachstand und den

      Lernzuwachs eines Kindes einschätzen.                                               

     *dokáže posoudit jaz.úroveň, možnosti,pokrok dětí

13. hat ein großes Repertoire an Spielen, Liedern, Geschichten,

      Büchern, Materialien für den Unterricht.                                              

      *vlastní „zásobárnu“ her, písní, básní, učebních  materiálů

14. weiß, wie man Eltern angemessen in den Unterricht einbezieht.         

       *ví, jak zapojit rodiče do učebního procesu dětí

15. Sonstiges:

 


4. Sprachenportfolio

Das Sprachenportfolio ist ein Instrument zur Lernstandsermittlung und dokumentiert sowohl den Sprachlernprozess als auch den Erfahrungsstand der Kinder. Seine Anwendung setzt eine allmähliche und durch die Lehrkraft ausgelöste Befähigung des Kindes zur Selbstbeobachtung und -einschätzung voraus.

Durch den Europarat wurde die Entwicklung von offiziellen landesspezifischen „Europäischen Sprachenporfolios“ initiiert. Ein solches Portfolio besteht aus drei Teilen, der Sprachenbiografie, dem Dossier und dem Sprachenpass, die bereits für den frühkindlichen Lerner angelegt werden könnten.

  • Die „Sprachenbiografie“ enthält persönliche Angaben zum eigenen Fremdsprachenlernen, zu Lernerfahrungen und interkulturellen Begegnungen, vorgegebene Raster zur Selbstbeurteilung als Hilfe zur Einschätzung des eigenen Lernstandes, vorgegebene Lernziele als Hilfe zur Planung des eigenen Lernens und zur Entwicklung der eigenen geeigneten Lernwege u.a.
  • Das „Dossier“ ist eine Sammlung von selbst ausgewählten Lernergebnissen (Bilder, Aufsätze, Gedichte, CDs, Poster u.a.) [1].
  • Der „Sprachenpass“ gibt eine Übersicht über die Sprachkenntnisse des Portfolioinhabers nach Kompetenzstufen und wird von der Lehrkraft ausgefüllt.
  • Je nach Altersgruppe sollten die drei Bestandteile unterschiedlich intensiv einbezogen werden. Im Kindergarten wird vor allem das Dossier benutzt und als Grundlage zu Aussagen über den Lernfortschritt zu Rate gezogen. In der Grundschule können die Kinder mit der Arbeit an ihrer Sprachenbiographie allmählich vertraut gemacht werden [2].

Neben der Selbsteinschätzung bietet das Portfolio die Möglichkeit, andere Personen (Eltern und Lehrkräfte bei Übergang in die Schule oder nächste Schulstufe) über den Lernstand des Portfolioinhabers zu informieren. Besonders sinnvoll ist das Portfolio beim Übergang von einer Lernstufe zur weiterführenden Schulform. Es ist aber kein Zeugnis, kein Leistungsnachweis, sondern eine Art Tagebuch, das individuell gestaltet dem Kind ganz persönlich nützen soll.

Es wird davon abgeraten, das Portfolio unter institutionellem Druck zur obligatorischen Aufgabe für Lehrkräfte und Lerner zu machen