Handy, Computerspiele, moderne Medien
2. Aufgaben
2.5. Schüler und neue Medien
Lesen Sie den Text und entscheiden Sie, welche Aussage falsch
ist. Führen Sie die Übung Leseverstehen-L8 durch.
Kinder und Jugendliche wachsen ganz selbstverständlich mit neuen Medien auf. Doch wie hoch ist ihre Medienkompetenz wirklich? Und welche Rolle spielen neue Medien im Unterricht? Danach fragte eine internationale Studie.
In vielen Berufen
sind Internet und Computer sehr wichtig. Wer sich gut damit auskennt, hat
bessere Berufschancen. Die internationale Studie „International Computer
Information and Literacy Study“ (ICILS) hat daher untersucht, wie gut Schüler mit den neuen Medien umgehen können.
Dazu wurden Achtklässler aus 24 verschiedenen Ländern getestet und befragt. Die Ergebnisse wurden im
November 2014 vorgestellt und zeigten: Am besten waren die Schüler aus der
Tschechischen Republik, aus Kanada und Australien. Deutsche Schüler dagegen lagen nur im Mittelfeld.
Auch Lehrer wurden zu den technischen Möglichkeiten an ihren Schulen befragt
und erklärten, wie sie diese im Unterricht nutzen. Das Ergebnis: Die Ausstattung zum Beispiel mit Computern,
Tablets oder Whiteboards ist an
den Schulen sehr unterschiedlich, insgesamt aber nicht ausreichend. Auch in gut
ausgestatteten Schulen werden Computer und Internet aber nur wenig einsetzt:
Während international 53,6 Prozent der Schüler den Computer einmal wöchentlich
im Unterricht nutzen, sind es in Deutschland nur 31,4 Prozent.
Fast jedes Kind in einer weiterführenden
Schule in Deutschland hat
ein Handy oder zu Hause Zugang zum Internet. Die Jugendlichen können blitzschnell Nachrichten über WhatsApp
schreiben oder Videos bei YouTube einstellen.
Das bedeutet aber nicht, dass sie wissen, wie sie die Informationen aus dem
Internet richtig bewerten sollen. Der Medienpädagoge
Sven Kommer sagt: „Mit der Mediengesellschaft
muss man umgehen können.“ Hier ist
die Schule gefragt.
Es reicht dabei nicht, Computer
ins Klassenzimmer zu stellen. Auch die Ausbildung der Lehrer muss sich
verändern, so ein Ergebnis von ICILS. Kommer ist der gleichen Meinung. Er
bildet Lehrer aus und weiß aus der Praxis, dass viele immer noch skeptisch sind, wenn es um Neue Medien
im Unterricht geht. Er sagt: „Sie haben Angst, man könne mit Computerprogrammen
nichts lernen und das Ganze sei doch sowieso nur Spielerei. Dabei gibt es weit
mehr Möglichkeiten als digitale Vokabel- oder Mathetrainer.“
1. Was stimmt nicht? Die ICILS-Studie
hat ergeben, dass …
a) die Unterschiede bei der Ausstattung mit Computern, Tablets oder Whiteboards
in den Schulen groß sind.
b) deutsche Lehrer neue Medien eher selten im Unterricht einsetzen.
c) die Medienkompetenz der deutschen Schüler sehr hoch ist.
2. Deutsche Jugendliche …
a) nutzen in ihrer Freizeit Computer, Handy und Internet ganz
selbstverständlich.
b) wissen genau, wie man mit Informationen aus dem Internet umgeht.
c) lernen die sichere Nutzung der neuen Medien in der Schule.
3. Der Medienpädagoge Kommer meint,
dass …
a) Lehrer keine Vokabeltrainer im Unterricht einsetzen sollen.
b) Lehrer die Möglichkeiten der neuen Technologien für den Unterricht nicht gut
genug kennen.
c) Jugendliche am Computer eher spielen und nichts lernen.
Quelle: http://www.dw.com/de/neue-medien-ja-aber-nicht-in-der-schule/a-18085036