Grundbegriffe im frühem DaF-Unterricht
1. Methodik und Didaktik
Mit Beginn des 20. Jahrhunderts entfaltete sich für eine Wissenschaft vom Lehren und Lernen fremder Sprachen der Begriff Didaktik und Methodik des Fremdsprachenunterrichts, indem sich- vereinfacht gesagt- die Didaktik eher mit den Lerninhalten (WAS gelernt wird) beschäftigt und die Methodik mit den Lehrverfahren/Wegen (WIE gelernt wird).
Fremdsprachendidaktik und Fremdsprachenmethodik stellen in der Praxis eine untrennbare Einheit dar und die Übergänge sind fließend.
FSD (Fremdsprachendidaktik): Bezugsdisziplinen
Die Fremdsprachendidaktik versteht sich zwar als eigenständige Disziplin, andererseits ist sie auf zahlreiche Bezugsdisziplinen angewiesen. Dazu gehören: Linguistik (allgemeine, angewandte Linguistik, Pragma-, Psycho-, Neuro-, Soziolinguistik), Literaturwissenschaft, Kultur- und Landeswissenschaften, Pädagogik, Allgemeine Didaktik, Psychologie, Soziologie
Tendenzen in der heutigen Deutschdidaktik:
Das Ziel ist es, angehende Lehrende mit mehreren Vermittlungsansätzen vertraut zu machen. In der Unterrichtspraxis besteht dann die Möglichkeit, diese im Hinblick auf eine effektive Sprachvermittlung auszuprobieren.
Schlagwörter der heutigen Fremdsprachendidaktik:
- Methodenpluralität und gleiche Gewichtung der Fertigkeiten
- Gleichstellung inhalts- und formorientierter Aktivitäten
- Aufgaben- und Handlungsorientierung
- Prozessorientiertheit (Phasenmodelle)
- Visualisierung und Einsatz moderner Medien
- Chunk-Ansatz
- interkultureller Ansatz
- Mehrsprachigkeitsansatz (DaFnE, DaT)
- offene Unterrichtsformen (Projektarbeit, projektorientierte Aktivitäten im Unterricht, Stationenlernen)
Veränderte Anforderungen an die Schulabgänger verlangen veränderte Anforderungen an die Lehrer und deren Ausbildung. (allgemein)